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Einleitung

METHODISCHE UND KONZEPTIONELLE PROBLEME DER GESELLSCHAFT-UMWELT-FORSCHUNG
Einleitung

 

Protokoll: Ute WARDENGA (Leipzig) und Peter WEICHHART (Wien) in Zusammenarbeit mit Bernd ADAMEK-SCHYMA (Leipzig), Ulrich ERMANN (Leipzig), Gerfried MANDL (Wien) und Friederike MEYER ZU SCHWABEDISSEN (Leipzig)

In Anknüpfung an mehrere in den Jahren 2004 und 2005 durchgeführte Veranstaltungen (DFG-Rundgespräch Bonn, November 2004; Tagung Wien, Juli 2005; Sonderveranstaltung 55. Deutscher Geographentag Trier, Oktober 2005) war es Aufgabe des Leipziger DFG-Rundgesprächs, das Paradigma der neueren handlungstheoretischen Sozialgeographie auf seine Potenziale für die Gesellschaft-Umwelt-Forschung zu prüfen. Dieses Paradigma kann zwar sehr überzeugend die Entstehung und Veränderung physisch-materieller Strukturen der Realität als Ergebnis menschlichen Handelns darstellen, hat aber Schwierigkeiten, die Rückwirkungen der materiellen Welt auf Akteure und soziale Strukturen konzeptionell zu fassen. Wie müsste demnach die handlungstheoretische Sozialgeographie umgebaut werden, um bei der Darstellung von Handlungssystemen auch nichtmenschliche Wirkfaktoren berücksichtigen zu können? Das war die Kernfrage der Veranstaltung. Welche Anregungen lassen sich hierzu in der Akteur-Netzwerktheorie (im Weiteren: ANT), in Arbeiten über Multi-Agentensysteme und in der Techniksoziologie, in der Theorie der Action Settings und in den sozialökologischen Interaktionsmodellen finden? Welche Möglichkeiten einer Verschränkung naturalistischer und konstruktivistischer Zugänge zur sozialen Welt lassen sich denken? Wie kann man dabei Kausalwirkungen von Gegebenheiten der materiellen Welt auf menschliche Akteure und gesellschaftliche Strukturen in nicht deterministischer Weise fassen? Wie soll man mit der von Akteuren, Agenten und Aktanten ausgehenden Kontingenz umgehen? Welche Möglichkeiten zur Minderung von Kontingenzpotenzialen gibt es?

 


 

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