Themenblock 1: Agenten und Aktanten versus Akteure – wie lassen sich nicht-menschliche Wirkfaktoren in die Handlungstheorie einbauen?

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Nach den beiden einführenden Referaten von Ute WARDENGA (Leipzig) und Peter WEICHHART (Wien), in denen die Vorgeschichte des DFG-Rundgesprächs dargelegt, der Forschungszusammenhang im Bereich der Geographie skizziert sowie die Problemstellung und Zielsetzung des Rundgesprächs präzisiert wurde, eröffnete Benno WERLEN (Jena) den ersten Themenblock der Veranstaltung mit einem Impulsreferat über „Handeln als Strukturierung der Natur: Subjekt, Körper und Raum“. WERLEN ging dabei zunächst von drei historischen Alternativen der Erklärung des Zusammenhanges von Gesellschaft und Umwelt aus: der biologischen Ökologie (HAECKEL), der biologischen Sozialwissenschaft (RATZEL) und der verstehenden Sozialwissenschaft (WEBER). In HAECKELs Ökologie hätten sich die Menschen den Naturgesetzen unterzuordnen, und Raum fungiere als Selektionsinstanz des Lebens nach dem Prinzip Passung und Nicht-Passung. Auch RATZEL fasse in seiner Anthropogeographie Raum als Selektionsinstanz auf. Die Rede vom Menschen werde dadurch naturalisiert, und die Sozialwissenschaften würden biologisiert. Die WEBERsche Konzeption habe sich hingegen bewusst von diesen Naturalisierungen menschlicher Gesellschaften abgesetzt und als Gegenposition eine verstehende Sozialwissenschaft entworfen, bei der Handeln und subjektiv gemeinter Sinn die Erklärungsfaktoren bildeten, Natur allerdings nur als „Daten, mit denen zu rechnen sei“ verstanden und Akteure als körperlose Subjekte interpretiert würden.
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