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DETLEF MÜLLER-MAHN u. UTE WARDENGA (Hrsg.) Möglichkeiten und Grenzen integrativer Forschungsansätze in Physischer Geographie und Humangeographie Leipzig 2005. 136 S. (forum ifl; 2) ISBN 3-86082-053-2
Der vorliegende Band ist hervorgegangen aus den Referaten eines DFG-Rundgesprächs, das unter dem Titel „Möglichkeiten und Grenzen integrativer Forschungsansätze in Physischer Geographie und Humangeographie“ am 12. und 13. November 2004 in Bonn stattfand.
In Weiterführung und Vertiefung der bisherigen Diskussionen war es Aufgabe des DFG-Rundgesprächs, Möglichkeiten und Grenzen der Entwicklung neuer integrativer geographischer Forschungsansätze auszuloten und so die Basis für eine noch weiter zu diskutierende Strukturierung gemeinsamer neuer Forschungsfelder im Überschneidungsbereich von Physischer Geographie und Humangeographie zu schaffen.
Der erste Themenblock des Rundgesprächs war der Analyse der die Geographie prägenden naturwissenschaftlichen sowie kultur-/sozialwissenschaftlichen Forschungskulturen gewidmet. Aufgabe der Referate war es, aus verschiedenen Perspektiven die Gründe für die bestehenden Kommunikationsbarrieren zu analysieren, die vorhandenen Ansätze für eine Rekonstitution der disziplinären Einheit kritisch zu prüfen und vor dem Hintergrund des derzeitigen Forschungsstandes die Möglichkeiten des Ausbaus einer Schnittstellenforschung allgemein zu diskutieren (vgl. hierzu im folgenden Band die Beiträge von Ute Wardenga, Leipzig, Hans Gebhardt, Heidelberg und Jürgen Pohl, Bonn). Ein zweiter Themenblock beschäftigte sich mit konkreten Themen möglicher integrativer Forschung, wie z.B. der Forschung zu Umwelt und Gesundheit (vgl. den Beitrag von Hans-Georg Bohle, Bonn), der Naturrisikenforschung (vgl. die Beiträge von Detlef Müller-Mahn, Bayreuth und Thomas Glade, Bonn) sowie mit den neueren Entwicklungen im Bereich der Geomorphologie (vgl. den Beitrag von Richard Dikau, Bonn). Der abschließende Themenblock diente der Zusammenfassung der bisherigen Diskussionsergebnisse und wurde von einem Referat von Peter Weichhart (Wien) eingeleitet.
Die in diesem Band versammelten Beiträge geben die Momentaufnahme eines in sich noch recht heterogenen, allerdings mehr und mehr an Stetigkeit und Tiefe gewinnenden Diskussionsprozesses wieder. Wir hoffen, dass der Band im Rahmen der weiteren Diskussionen über Möglichkeiten und Grenzen integrativer Forschungsansätze in der Geographie einen konstruktiven Beitrag leistet.
Inhalt:
- Vorwort
Ute Wardenga: Wozu Erinnerung? Über die Rolle von Fachgeschichtsbildern in der Debatte um integrative Forschungsansätze in der Geographie - Hans Gebhardt: Geography – Crossing the divide? Disziplinpolitische Überlegungen und inhaltliche Vorschläge
- Jürgen Pohl: „Erfahrungen mit und Erwartungen an die Physiogeographie aus der Sicht eines Humangeographen“ oder:
Zur Frage der Einheit von Physio- und Humangeographie vor dem Hintergrund einiger wissenschaftstheoretischer Aspekte - Hans-Georg Bohle: Umwelt und Gesundheit als geographisches Integrationsthema ...
- Detlef Müller-Mahn: Von „Naturkatastrophen“ zu „Complex Emergencies“ – Die Entwicklung integrativer Forschungsansätze im Dialog mit der Praxis
- Thomas Glade: Stand, Aufgaben und Probleme der Naturrisikoforschung aus physisch-geographischer Sicht
- Richard Dikau: Geomorphologische Perspektiven integrativer Forschungsansätze in Physischer Geographie und Humangeographie
- Peter Weichhart: Auf der Suche nach der „dritten Säule“. Gibt es Wege von der Rhetorik zur Pragmatik?


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