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HEINZ PETER BROGIATO (Hrsg.) München 2003. 242 S. (Wissenschaftliche Alpenvereinshefte; 37) ISBN: 3-928777-98-X
Im Jahr 1903 starteten der Leipziger Geograph Hans Meyer (1858–1929) und der Münchner Landschaftsmaler Rudolf Reschreiter (1868–1938) zu einer Forschungsreise in die Hochanden Ecuadors. Meyer stand damals im Zenit seiner wissenschaftlichen Tätigkeit. International berühmt wurde er, als er im dritten Anlauf 1889 den höchsten Punkt Afrikas, den Kilimandscharo, als erster Europäer bestiegen hatte. Wie auf seinen afrikanischen Expeditionen stand auch in Ecuador die glaziologische und vulkanologische Erforschung tropischer Hochgebirge im Mittelpunkt seines Interesses.
Zum 100jährigen Jubiläum dieser Reise entstand in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Alpenverein das Sammelwerk "Die Anden. Geographische Erforschung und künstlerische Darstellung". Die Einzelbeiträge stellen die beiden handelnden Personen vor, ordnen die Ergebnisse der Expedition ein in einen größeren wissenschaftshistorischen und kunsthistorischen Kontext und bewerten die wissenschaftlichen Leistungen aus heutiger Sicht. Längere Passagen aus den Reisetagebüchern Meyers wurden transkribiert, um authentische Einblicke in den Forschungsalltag vor 100 Jahren zu ermöglichen. Sie beinhalten aber auch interessante Facetten zur europäischen Wahrnehmung indigener Gesellschaften. Das Buch ist reich ausgestattet mit fast 100 historischen Fotografien, zumeist von Hans Meyer selbst aufgenommen. Den Anhang bilden 32 ganzseitige Farbtafeln, darunter Reproduktionen von 27 Gemälden R. Reschreiters, die der Publikation einen besonderen ästhetischen Reiz verleihen. Auf einer beigelegten CD-ROM befindet sich der Beitrag von E. Jordan mit zusätzlichen Abbildungen und Animationen Im November 2003 fand zur gleichen Thematik im Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle die Ausstellung " Andenwelt - Gebirgswelten" statt.


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