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Seit Ende der 1990er Jahre zeichnen sich neue regionale Muster der demographischen Entwicklung in Ostdeutschland ab, die die zukünftige Regionalentwicklung im Rahmen des Aufbaus Ost wesentlich beeinflussen werden. War die Raumentwicklung der 90er Jahre noch wesentlich durch kleinräumige Suburbanisierungsprozesse geprägt, so deutet sich nunmehr ein Wechsel zu einer flächenhaften Schrumpfung mit punktuellen Reurbanisierungstendenzen an, verbunden mit dem Entstehen neuer polarisierter Raummuster. Dazu fehlen im Rahmen der ostdeutschen Schrumpfungsdebatte flächendeckende Analysen auf Gemeindeebene, insbesondere zur inter- und intraregionalen Migration sowie zu innerstädtischen Wanderungen.
Das Projekt zielt auf eine vergleichende Analyse regionaler als auch innerstädtischer Wanderungsstrukturen, auf die Aufdeckung neuer Muster der demographischen Entwicklung in Ostdeutschland. Im Rahmen des Projektes erfolgen eine laufende Aktualisierung des IfL-Datenpools „Wanderungen ostdeutscher Gemeinden seit 1990“ und eine Erweiterung des Visualisierungsmodells zu innerstädtischen Wanderungsströmen ostdeutscher Großstädte.
Publikationen: Herfert, Günter (2004): Die ostdeutsche Schrumpfungslandschaft – Schrumpfende und stabile Regionen, Städte und Wohnquartiere. In: Geographische Rundschau 56 (2), S. 57-62.
Herfert , Günter (2007): Regionale Polarisierung in der demographischen Entwicklung in Ostdeutschland - Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse? In: Raumforschung und Raumordnung, Heft 5, S. 435-455.
Bearbeitung: Günter Herfert, Jens Rohland, Sebastian Specht
Kooperation: Statistische Landesämter der neuen Länder, Stadtplanungsämter ausgewählter Groß- und Mittelstädte Ostdeutschlands
Laufzeit: Januar 2006 bis Dezember 2007
Projektförderung: IfL
Weitere Informationen:
Günter Herfert Tel.: +49 (0)341 255-6513


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