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Geographierelevante Themen wie Klimaveränderungen oder demographischer Wandel geraten immer häufiger in das Blickfeld von Presse und Öffentlichkeit. Die Bereitstellung und Verbreitung raumbezogener Informationen gewinnt deshalb zunehmend an Bedeutung. An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit spielen Karten und graphische Darstellungen eine wichtige Rolle. Denn Karten und Atlanten verdeutlichen wie kein anderes Medium den Aspekt der räumlichen Differenzierung von Sachverhalten. Sie schärfen den Blick für sozialräumliche Zusammenhänge und tragen durch raumdifferenzierte Darstellungen und Überlagerungen zur Hypothesenbildung bei. Zu den Hauptprojekten des IfL zählt der 12-bändige Nationalatlas Bundesrepublik Deutschland, der seit dem Erscheinen eines Registerbandes Anfang 2007 komplett in Buch- und elektronischer Ausgabe vorliegt. Als Herausgeber des Atlaswerks koordinierte das Institut mehr als 500 Autoren. Die wissenschaftliche Redaktion lag ebenso in den Händen des IfL wie die Konzeption und Realisierung sämtlicher Karten und Grafiken bis zur Druckvorstufe.
Der Nationalatlas Bundesrepublik Deutschland bildet die Basis für verschiedene Folgeprojekte im Bereich von elektronischen Offline- und Online-Atlanten, z. B. „ Nationalatlas aktuell“ oder „ Geography of Germany“. Weitere Projekte zur wissenschaftlich und didaktisch fundierten Darstellung der BRD im Ausland sind geplant. Während der siebenjährigen Laufzeit des Nationalatlas wurden immer wieder Forschungsprojekte angelagert, wie die Kooperation im EU-Projekt STATLAS, die englischsprachige CD National atlas of Germany – a selection oder die Mitarbeit am Stadtatlas Leipzig.
Das am IfL erworbene Knowhow in den Bereichen Konzeption und Redaktion, Programmiertechnik und Kartographie soll auch in Zukunft für innovative Forschung im Bereich der Visualisierung regionalgeographischer Informationen eingesetzt werden. Das Institut verfolgt darüber hinaus die Verwendung von Karten als heuristisches Mittel in der regionsbezogenen Forschung und hat zum Thema der Visualisierung von räumlichen Phänomenen bereits einige wegweisende Tagungen durchgeführt. Die Ergebnisse der Tagung „Karten machen – Macht der Karten“ im Juni 2006 sind hier nachzulesen.
Ansprechpartnerin:
Sabine Tzschaschel Tel. +49 (0)341 255-6545


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