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Die Zielstellung des Forschungsprojektes besteht in der Analyse der unterschiedlichen aktuellen Entwicklungen metropolitaner Peripherien unter den Leitbegriffen Suburbia, Postsuburbia und Zwischenstadt. Wodurch sind die neuen Entwicklungen gekennzeichnet, wodurch verursacht, und welche neuen räumlichen Strukturen entstehen? Die Fragestellung wird anhand von Fallbeispielen untersucht, die repräsentativ für verschiedene Entwicklungstypen der großstädtischen Peripherie in Europa sind. Die Fallstudien konzentrierten sich in einer ersten Projektphase auf große Metropolen: Berlin, Budapest, Madrid, Moskau, Paris, Randstad.
In einer zweiten Projektphase sollen Entwicklungstendenzen in stagnierenden und schrumpfenden Regionalmetropolen im europäischen Vergleich untersucht werden. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Struktur und Entwicklungsdynamik suburbane Räume in Regionalmetropolen des östlichen Europa unter Schrumpfungs- und Stagnationsbedingungen zeigen.
Es kann vermutet werden, dass Suburbanisierungsprozesse auch unter den Bedingungen von Stagnation und Schrumpfung bedeutsam sind. Denn viele der Faktoren und Determinanten, die Suburbanisierung ermöglicht haben, sind weiterhin wirksam. Entwicklungen in der Peripherie von Stadtregionen der „zweiten Ebene“ im östlichen Europa sollen am Beispiel der Städte Cluj-Napoca (Rumänien), Ostrava (Tschechien), Poznań (Polen) und St. Petersburg (Russische Föderation) untersucht werden. 
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Ergebnisse: Die metropolitane Peripherie wurde in der suburbanen Entwicklungsphase vor allem durch die Ansiedlung und Ausbreitung großflächigen Einzelhandels, haushaltsorientierter Dienstleistungen und industrieller Fertigungsbetriebe sowie großflächiger Verkehrs- und Ver- und Entsorgungseinrichtungen geprägt. Die Zuwanderung von Mittelschichthaushalten wurde zur wichtigsten Quelle der Bevölkerungszunahme. Diese Entwicklungen sind auch weiterhin bedeutsam. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wird die metropolitane Peripherie im Zuge postsuburbaner Entwicklungen darüber hinaus zum Standort von Forschungseinrichtungen, Hightech-Aktivitäten und Einrichtungen der höheren Bildung. Die metropolitane Peripherie erhält dadurch eine wichtige neue Funktion als Standort der „Wissensindustrie“. Büronutzungen treten vor allem in der Form von ausgelagerten Routinetätigkeiten, sog. back offices auf (z. B. Datenverarbeitung und Customer Support). Prägend für die Peripherien der Metropolregionen im östlichen Europa sind hybride Entwicklungsmuster, die sich – in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen – zusammensetzen aus (1) in die Gegenwart hinreichenden vorsozialistischen und sozialistischen Strukturen, (2) Transformationsformen und (3) neuen suburbanen/postsuburbanen Raummustern.
Publikationen: Brade, Isolde / Rudolph, Robert (2006): Globalisation or marginalisation - the outskirts of Moscow in transition. In: European Spatial Research and Policy 13, (2), S. 43-61.
Burdack, Joachim (2006): New economic poles in European metropolitan peripheries: introductory remarks on theory and empirical evidence. In: European Spatial Research and Policy 13 (2), S. 139-150.
Burdack, Joachim/ Hesse, Markus (2006): Reife, Stagnation oder Wende? Perspektiven zu Suburbanisierung, Post-Suburbia und Zwischenstadt: Ein Überblick zum Stand der Forschung. In: Berichte zur deutschen Landeskunde 80, H. 4, S. 381-399.
Bontje, Marco / Burdack, Joachim (2005): Edge Cities European-style: examples from Paris and the Randstad. In: Cities 22 (4), S. 317-330.
Burdack, Joachim (2004): Die Ville de Lumières und ihre Schatten. Wirtschafts- und sozialräumliche Differenzierungen in der Pariser Metropolregion In: Geographische Rundschau 56 (4), S. 32-39.
Burdack. Joachim / Dövényi, Zoltan / Kovács, Zoltan (2004): Am Rand von Budapest – Die metropolitane Peripherie zwischen nachholender Entwicklung und eigenem Weg. In: Petermanns Geographische Mitteilungen 148 (3), S. 30-39.
Burdack, Joachim / Herfert, Günter / Rudolph, Robert (Hrsg.) (2005): Europäische metropolitane Peripherien. Leipzig: Leibniz-Instiut für Länderkunde, 264 S. (Beiträge zur Regionalen Geographie Europas; 61).
Bearbeitung: Isolde Brade, Joachim Burdack, Günter Herfert
Kooperation: Prof. Dr. Zoltán Dövényi, (Ungarische Akademie der Wissenschaften Budapest), Prof. Dr. Zoltán Kovács (Ungarische Akademie der Wissenschaften Budapest); Prof. Dr. Joszef Benedek (Universität Cluj-Napoca), Dr. Tomasz Kaczmarek (Adam-Mickiewicz-Universität Poznań), Dr. Peter Rumpel (Universität Ostrava), Dr. Konstantin Axionow (Universität St. Petersburg)
Laufzeit: Januar 1999 bis Dezember 2008
Projektförderung: DFG, DAAD
Weitere Informationen:
Joachim Burdack Tel.: +49 (0)341 255-6511


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