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Regionalisierungen

THEORIE


Leipzig bewirbt sich um Olympia. Karikatur von Klaus Stuttmann (Quelle: Olympia Journal der Leipziger Volkszeitung, 14.5.2004; Wiedergabe mit frdl. Genehmigung der Leipziger Volkszeitung)

Die Renaissance des Regionalen im öffentlichen wie im wissenschaftlichen Diskurs der 1980er und 1990er Jahre ist ein Phänomen, das gravierende Auswirkungen auf zentrale methodologische Orientierungen der Humangeographie hatte. Unter Stichworten wie „Region“, „Regionalität“ und „Regionalisierung“ wurde einerseits auf die veränderte Bedarfslage reagiert, andererseits in Auseinandersetzung mit theoretisch-methodologischen Grundlagen eine engere Verknüpfung mit gesellschaftstheoretischen Konzepten gesucht.

Für die Arbeiten im Rahmen des Themenfeldes „Regionalisierungen“ sind in den vergangenen Jahren vor allem solche Ansätze relevant geworden, die regionale Differenzierungen als Ergebnisse gesellschaftlicher Konstruktionsprozesse verstehen und damit von der Vorstellung abrücken, es gäbe EINE unverfälschte ontische Wirklichkeit. Die Analysen der Arbeitsgruppe wurden daher in den letzten Jahren von der Frage bestimmt, wie Räume gemacht werden, wie raumbezogene Begriffe als Elemente von Handlung und Kommunikation auftreten und welche Funktionen raumbezogene Sprache in der modernen Gesellschaft erfüllt. Mittlerweile werden über sprachliche Prozesse hinaus auch visuelle Signifikationsprozesse sowie die sich derzeit neu konfigurierenden gesellschaftlichen Naturverhältnisse in die Untersuchungen einbezogen.

Ansprechpartnerin:
 Ute Wardenga
Tel.: +49 (0)341 255-6510


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