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Umweltbildung und Umweltbewusstsein

PERIPHERE REGIONEN

Das Gebiet Kaliningrad war von den Umstrukturierungen der Landwirtschaft zu Beginn der 1990er Jahre in besonderem Maße betroffen. In der überwiegend ländlich und landwirtschaftlich geprägten Region hatten der Zerfall großer Landwirtschaftsbetriebe, finanzielle Schwierigkeiten der neu entstandenen Landwirtschaftsbetriebe, unzureichende Qualität der agrotechnischen Maßnahmen, Abwanderung von Fachkräften sowie Umweltschäden durch unsachgemäßen Umgang mit Dünge- und Pflanzenschutzmitteln vielfältige Probleme und Missstände zur Folge. Dieser Entwicklung sollte durch verschiedene Forschungsvorhaben und Projekte entgegengewirkt werden, die auf kontinuierliche Aufklärung und Schulung, finanzielle Unterstützung und Kooperation setzten. Recherchen zeigen indes, dass die Nachhaltigkeit von Projektergebnissen nicht immer gewährleistet ist.

Deshalb werden im Rahmen des Projektes „Bedeutung von Umweltbildung und Umweltbewusstsein regionaler Akteure für die nachhaltige Landnutzung und Landwirtschaft – Entwicklungsstand und Handlungserfordernisse“ zunächst relevante Projektergebnisse auf dem Gebiet der nachhaltigen Landnutzung und Landwirtschaft in einer Datenbank zusammengestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In einem zweiten Schritt wird erhoben, inwieweit Wissen und Umweltbewusstsein bei den Akteuren vorhanden ist und in welchem Umfang es angewendet wird.

Im Rahmen der Kooperation der Modellregion im Gebiet Kaliningrad mit einer Modellregion in Sachsen tauschen die Projektpartner Erfahrungen aus und diskutieren Strategien einer nachhaltigen Landnutzung. Als langfristiges Ziel soll der ländliche Raum durch integrierte Landnutzung als Produktions- und Lebensstandort erhalten werden. Die Projektergebnisse werden in einem Handbuch zusammengefasst, um als Grundlage für weiterführende Projekte eine höhere Effizienz von Umweltprojekten und die Nutzung von Synergieeffekten zu ermöglichen.

Ergebnisse:


Im Februar 2009 kamen die Projektbearbeiter aus Leipzig und Kaliningrad mit Wissenschaftlern anderer Einrichtungen zu einem  Workshop in Kaliningrad mit anschließender Exkursion in das Untersuchungsgebiet Slavsk ((http://www.ifl-leipzig.com/1264.0.html)) zusammen. Bei dem Treffen wurden unter anderem die weiteren Arbeitsschritte beraten und vorbereitet. Einige dieser Schritte konnten inzwischen realisiert werden: Abgeschlossen sind eine Befragung von Landwirten und Auszubildenden bzw. Studierenden Durchführung einer Befragung in den Projektregionen Rayon Slawsk und Ostelbien sowie  (Landwirte und Auszubildende/Studenten), Durchführung von Expertenbefragungen in beiden Projektregionen mit Schlüsselpersonen aus der Verwaltung.

Bearbeitung am IfL:
Elke Knappe, Annedore Bergfeld, Evelin Müller.

Kooperation:
Inna Nedavnjaja und Larissa Emeljanova (Staatliche Russische Universität "Immanuel Kant", Kaliningrad)
Dr. Birgit Schneider (Universität Leipzig, Institut für Geographie)
Boris L. Tichomirow (Bildungsverein Arbeit und Leben Sachsen -- Anhalt e.V.)Verein zur Förderung des Internationalen Transfers von Umwelttechnologien (ITUT)

Laufzeit:

September 2008 bis September 2009

Projektförderung:
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Weitere Informationen:
 Elke Knappe



Sächsisch-tschechischer Grenzraum
Umweltbildung und Umweltbewusstsein
Workshop in Kaliningrad mit anschließender Exkursion in das Untersuchungsgebiet Slavsk
Developing Europe’s Rural Regions in the Era of Globalization (DERREG): An Interpretative Model for Better Anticipating and Responding to Challenges for Regional Development in an Evolving Internationalisation
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