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Bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich auf privater Ebene eine umfassende Agitation für die deutsche Polarforschung. Doch erst die Reichseinigung 1871 und der internationale Wettlauf um die letzten „weißen“ Flecken auf der Landkarte ermöglichten es, dass sich das Deutsche Reich entschloss, eine Expedition in die Antarktis zu finanzieren.
Nach langer Vorbereitungszeit lichtete das Segelschiff „Gauss“ am 11. August 1901 die Anker, um sich auf die abenteuerliche, zweijährige Forschungsreise in die Antarktis zu begeben. An Bord befanden sich 32 Besatzungsmitglieder, darunter Wissenschaftler verschiedener Disziplinen. Die wissenschaftliche Leitung lag in den Händen des Geographen Erich von Drygalski (1865–1949), der die Reise akribisch vorbereitet hatte. Als das Schiff am 25. November 1903 wieder im Heimathafen Kiel einlief, waren die wissenschaftlichen Ergebnisse so umfangreich, dass an deren Auswertung über einhundert Spezialisten im Zeitraum von 1905 bis 1931 arbeiteten.
Die Ausstellung „Universitas Antarctica“ schöpft aus den reichhaltigen Unterlagen der Expedition, die dem damaligen Museum für Länderkunde 1931 übergeben wurden. Auf 26 Postertafeln werden der Verlauf und die Forschungsergebnisse dieser Expedition dargestellt, darüber hinaus die langjährigen Planungen und Vorbereitungen sowie internationalen Kooperationen innerhalb der Südpolarforschung und die wissenschaftspolitischen Rahmenbedingungen im Deutschen Kaiserreich.
Unter Wahrung von Sicherheitsaspekten kann die Ausstellung auf Wunsch um Originale aus dem Archiv und der Geographischen Zentralbibliothek ergänzt werden.
Kontakt: Heinz Peter Brogiato
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