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Mit der „Saale“ in die Neue Welt

AUSSTELLUNGEN

Im 19. Jahrhundert liegen die Anfänge des organisierten Reisens. Einer der ersten, der Pauschalreisen in Deutschland anbot, war der Berliner Carl Stangen. Zwischen 1868 und 1899 führte sein Reisebüro 686 Reisen durch, zu den antiken Stätten des Mittelmeerraumes, in den Orient, nach Ostasien, aber auch um die ganze Welt. Die Weltausstellung in Chicago bot den Anlass, 1893 eine 84 Tage dauernde Reise quer durch den nordamerikanischen Kontinent anzubieten. Am 6. Mai 1893 lichtete der Schnelldampfer „Saale“ den Anker in Bremerhaven. An Bord befanden sich 57 Personen, die sich den Luxus gönnten, für 5400 Mark die Neue Welt 500 Jahre nach Kolumbus neu zu entdecken. Ein Mitglied der Gruppe, die sich „Stangen’s Party“ nannte, war William Davignon aus Lüttich. Er kaufte unterwegs Fotografien als Reiseandenken und stellte später ein prachtvolles Fotoalbum mit insgesamt 191 Aufnahmen zusammen.

Aus diesem Fundus schöpft die Ausstellung. Sie zeigt Fotografien aus den aufstrebenden Weltstädten New York, Washington und Chicago, aber ebenso von den Naturwundern im Westen der Staaten (Yellowstone Nationalpark, Rocky Mountains, Yosemite Valley). Die professionellen Aufnahmen, die von bekannten amerikanischen Fotografen wie Charles Dudley Arnold, Charles Roscoe Savage oder Isaiah West Taber stammen, vermitteln einzigartige Impressionen aus den Vereinigten Staaten am Ende des 19. Jahrhunderts.

Die Originalfotografien wurden zum Zweck der Ausstellung reproduziert und liegen als vergrößerte und eingerahmte Bildtafeln vor. Sie können, auch in Auswahl, im IfL zu Ausstellungszwecken ausgeliehen werden. Unter Wahrung von Sicherheitsaspekten kann die Ausstellung auf Wunsch um Originale aus dem Archiv und der Geographischen Zentralbibliothek ergänzt werden.

Kontakt:  Heinz Peter Brogiato

 Bericht Ausstellungseröffnung


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